Effektive Methoden zur Kontrolle bei Aquaplaning

Heute betrachten wir ein häufiges Phänomen, welches so gut wie jedem Fahrer auf der Straße begegnen kann: Aquaplaning. Wir werden jetzt erklären, was dieser Begriff für dich und dein Auto bedeutet und wie man sich in der Situation eines Aquaplaning zu verhalten hat.

Aquaplaning ist ein sehr gefährliches Phänomen, das auftritt, wenn sich ein Auto auf einer Fahrbahn bewegt, auf der sich eine Wasserschicht befindet (z. B. beim Fahren durch Pfützen). In dieser Situation ist die Geschwindigkeit des Autos so hoch, dass das Wasser mit den Reifen nicht verdrängt wird. Dadurch verliert das Auto die Straßenhaftung. Das wird als Aquaplaning bezeichnet. In diesem Fall reagiert das Auto weder auf die Lenkung noch auf das Bremsen und in einigen Fällen auch nicht auf Beschleunigung.

Warum tritt ein solches Phänomen auf?

Wie Studien gezeigt haben, tritt ein Wasserkeil vor dem Rad eines Autos auf, der über eine Schicht aus Wasser rollt, das heißt, das Rad schwimmt sozusagen und das Auto gleitet dahin.

Warum tritt ein solches Phänomen auf?
Foto: Motorbeam

Natürlich kommt es nicht bei jeder Fahrt mit dem Auto durch eine Pfütze zu Aquaplaning, da hierfür einige Bedingungen erforderlich sind. Zum Beispiel, eine entsprechende Geschwindigkeit des Autos um Aquaplaning zu erzeugen oder eine flache Pfütze, bei der aufgrund des Wasserwiderstands das Auto nicht genügend abgebremst wird und so Aquaplaning begünstigt.

Die besten Voraussetzungen für die Entstehung von Aquaplaning sind eine hohe Geschwindigkeit des Autos und eine lange, flache Pfütze auf dem Asphalt mit einer Tiefe von drei bis fünf Zentimetern. Was die Geschwindigkeit betrifft, so beträgt diese 70 km/h als Auslöser. In der Praxis hängt es von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Zustand der Straßenoberfläche, dem Reifenzustand, der Art des Laufflächenmusters, der Wasserschichtbeschaffenheit, dem Reifendruck usw.

In einigen Fällen kann der Reifen sogar bei einer Geschwindigkeit von 40 km/h aufschwimmen. Übrigens ist die Geschwindigkeit ,mit der das Auto die Pfütze verlässt, oft größer als die Geschwindigkeit, mit der es in die Pfütze eintrat.

Wie kannst Du von der ersten Sekunde erkennen, dass Dein Auto in Aquaplaning gerät?

Erstens steigen beim Aquaplaning in der Regel die Motordrehzahlen drastisch an (notwendig aufgrund der Verringerung des Widerstands für die Drehung der Räder).

Du musst folgendes beim Aquaplaning tun
Foto: skodakodiaq.club

Zweitens wird das Lenkrad leichter zu handhaben (wegen der Reduzierung der Kraft, die benötigt wird, um die Achse zu steuern).

Was ist in dieser Situation zu tun?

Wie in vielen gefährlichen Situationen muss man Ruhe bewahren und Panik vermeiden. Während des Aquaplanings sind widersetzliche Handlungen der häufigste Fehler der Fahrer. So zum Beispiel das Bremsen oder der Versuch das Lenkrad bis zum Anschlag zu drehen, um die Bahn vermeintlich zu korrigieren.

Beim Aquaplan haben die Reifen keine Bodenhaftung und deshalb ist das Bremsen oder Lenken nutzlos. Es ist vergleichbar mit Rutschen auf vereister Strecke.

Du musst folgendes beim Aquaplaning tun:

– Schalte sofort den Tempomat bei ersten Anzeichen von Aquaplaning aus.

– Drücke nicht das Bremspedal, da das Fahrzeug dadurch ins Schleudern geraten könnte.

– Lass das Gaspedal langsam und sanft los. Da das Bremsen und das Lenken beim Aquaplaning nicht helfen, bleibt nichts anderes übrig, als die Motordrehzahl zu verringern. Dafür empfiehlt sich das Gaspedal vorsichtig loszulassen, damit das Auto auf natürliche Weise entschleunigt. Eine Beschleunigung hingegen bringt das Fahrzeug mehr in Schwung und erhöht somit die Gefahr.

– Überprüfe bei abnehmender Geschwindigkeit sorgfältig, ob das Lenkrad schwerer (härter) geworden ist. Wenn ja, beginne dann vorsichtig und langsam zu bremsen. Wenn das Lenkrad viel leichter als in einer normalen Situation ist, darf es nicht gedreht oder gebremst werden. Dies würde bedeuten, dass die Räder noch nicht den erforderlichen Kontakt zur Fahrbahn gefunden haben.

– Denke bitte daran, dass du die Kontrolle über das Auto nach dem Aquaplaning nur durch gleichmäßige Fahraktionen wiedererlangen kannst.

– Leider sind die oben genannten Aktionen nur dann möglich, wenn du dich mit niedriger Geschwindigkeit fortbewegst und Zeit hast die Kontrolle über das Auto langsam und reibungslos wiederherzustellen. Normalerweise entsteht ein Aquaplan bei hohen Geschwindigkeiten und zum ungünstigsten Zeitpunkt, zum Beispiel beim Wenden oder in Kurven. In diesem Fall musst du versuchen, das Auto anzuhalten, indem du das Bremspedal leicht betätigst und die Bewegung des Autos mit dem Lenkrad einstellst (falls das möglich ist).

Und es ist nochmal zu betonen: Ruhe bewahren und Panik vermeiden. Von hastigen Lenkradbewegungen und reflexartigen Bremsen wird abgeraten. Alles soll langsam in Ruhe erfolgen.

Wie kann man Aquaplaning vermeiden?

  • Reifenzustand überprüfen

Wenn die Reifen verschlissen sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Auto durch Aquaplaning ins Schleudern gerät, viel höher. Die Hauptaufgabe des Reifenprofils besteht darin, Wasser unter den Rädern abzuleiten. Zu diesem Zweck sind die Reifen mit einem Gitter von Wasserableitkanälen durchzogen. Je tiefer und größer sie sind, desto besser. Mit der Zeit verschleißt jedes Profil und es wird schwieriger , Wasser abzuleiten und abzuweisen. Infolgedessen kann sich unter den Reifen eine Wasserschicht bilden, wodurch die Bildung eines Aquaplans begünstigt wird. Achte also auf den Zustand der Reifen und wechsele sie rechtzeitig aus.

  • Auf den Zustand der Straße achten

Überraschenderweise tritt Aquaplaning am häufigsten auf Straßen mit neuem, glatten Asphalt auf. Da es dort keine Gruben und Schlaglöcher gibt, verteilt sich das Wasser gleichmäßig über die gesamte Oberfläche. Dem Fahrer scheint es , als ob die Straße nur leicht nass wäre, aber der Wasserfilm macht sich genau dann bemerkbar, wenn der Autofahrer am wenigsten darauf vorbereitet ist. Besonders gefährlich sind Spurrillen im Asphalt. In der Tat handelt es sich dabei um schmale Becken, in denen ein Auto leicht den Halt verlieren kann.

  • Auf eine sichere Geschwindigkeit achten

Bei Regen muss man langsamer fahren. Je niedriger die Geschwindigkeit ist, umso sicherer. Eine gemächliche Fahrt ermöglicht es den Reifen, Wasser effizient unter den Rädern des Autos abzuleiten und das Aquaplaning Risiko zu minimieren.

  • Durch Pfützen mit Bedacht fahren

Erstens muss man durch Pfützen in einer geraden Linie ohne Wendeversuche fahren. In dieser Position leiten die Reifen das Wasser unter den Rädern besser ab.

Zweitens: Bei einer geraden Radspur kannst du ein Schleudern vermeiden, wenn das Auto von der Pfütze auf eine harte Oberfläche kommt. Übrigens sollte in diesem Moment das Lenkrad so fest wie möglich gehalten werden, sonst kann es einfach aus der Hand gerissen werden.

Du solltest auch nicht gezielt durch tiefe Pfützen fahren, in der Hoffnung so Aquaplaning zu vermeiden. Solche Fahrten können im Allgemeinen durchaus zu einem Motorwasserschlag führen, wenn Wasser durch die Luftfilter in den Motor gelangt.

Das sind einfache Tipps, die dir dabei helfen, Aquaplaning zu vermeiden. Wenn du nicht genügend Fahrstunden hast, kannst du jederzeit unseren Service für die Auswahl der Fahrschulen nutzen ClickClickDrive.de.

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