Continental stellt die Produktion von Ersatzteilen für Verbrennungsmotoren ein

Continental

Continental AG, einer der weltweit größten Zulieferer von Automobilkomponenten, wird nicht mehr in Ersatzteile für Verbrennungsmotoren investieren. Stattdessen will sich das Unternehmen auf Elektrofahrzeuge konzentrieren.

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Ein wichtiges Zeichen für die Elektrifizierung der Automobilindustrie ist die Tatsache, dass der deutsche Konzern Continental, Europas größter Hersteller von Reifen und Automobilkomponenten, sich weigert, in Bauteile für Verbrennungsmotoren zu investieren, schreibt TechCrunch.

Unsere Kunden steigen immer mehr auf Hybridmotoren und reine Elektrofahrzeuge um“, sagt Andreas Wolf, Leiter der Abteilung Powertrain, die in Zukunft unter dem neuen Namen Vitesco Technologies firmieren wird.

Dieser Übergang zum Strom ist auf strenge Vorschriften zurückzuführen, die auf der ganzen Welt eingeführt werden. Die Stadtverwaltungen verlangen immer mehr von diesel- und benzinbetriebenen Fahrzeugen und tolerieren Lkw und SUVs in zentralen Stadtteilen immer weniger. In einigen Regionen Kaliforniens werden strenge Emissionsgesetze eingeführt, um die Klimaschutzziele zu erreichen.

Continental stellt die Produktion von Ersatzteilen für Verbrennungsmotoren ein
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Angesichts dessen haben auch viele Automobilunternehmen – insbesondere Volvo und VW – Pläne angekündigt, den Verkauf von Elektrofahrzeugen zu steigern und ihre Produktpalette zu erweitern, sei es mit Hybrid- oder batteriebetriebenen Elektroautos.

Es gibt viele Meinungen darüber, wann genau die bahnbrechende Umstellung auf Elektrofahrzeuge stattfinden wird. Der Standpunkt von Continental ist wichtig, weil die Komponentenhersteller bisher vorsichtig waren.  Wenn man zu viel Kapital in die Entwicklung neuer Teile investiert und dies zu früh tut, sind die Lagerhäuser mit ungenutzter Ware vollgestellt, was zu Verlusten führen kann.

Das Handeln von Continental zeigt, dass der Elektrifizierungsprozess auch die großen Automobilzulieferer erreicht hat. Wenn diese Unternehmen überleben und die Bedürfnisse der Automobilhersteller erfüllen wollen, müssen sie sich an die Hersteller anpassen.

Continental geht dabei mit Bedacht vor: So wird das Unternehmen beispielsweise keine Festkörperbatterien produzieren, da der Markt laut Wolf noch nicht reif für diese Technologie ist. Aber das Unternehmen ist bereit, Investitionen in Hydraulikkomponenten – Injektoren und Pumpen für Benzin- und Dieselmotoren – zu kürzen. All dies wird zu schwerwiegenden Veränderungen innerhalb des Konzerns führen.


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